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Alles hat ein Ende...

Tag 24: Derwent Bridge - Lake St. Clair - Franklin Gordon River * Nachdem Derwent Bridge recht schnell abgeharkt war, machten wir ne 4-stuendige Wanderung am suedlichen Ende des Cradle Mountain Lake St Clair NP...dem Endpunkt des Overland Tracks...etwas Wehmut, aber ein wundervoller Wanderweg, dessen Kulisse sich sehr oft aenderte. * Anschliessend ging es entlang des Highways Richtung Queenstown mit einigen Zwischenstops und Wanderungen im Frankling Gordon River NP's. Ein weiterer Unterpunkt auf meiner "Rich-List"...White Water Rafting...10 Tage 3.000$ aber mit Sicherheit meeeega!!! * Letzter Walk ging zu den Nelson Falls und geschlafen wurde auf nem Parkplatz.*** Tag 25: Queenstown - Strahan - Roseberry / der Tag mit weniger Stunden * Vom Schlafplatz gings nach Queenstown, ner alten (ich glaube, es war) Goldgraeberstadt...im Vergleich zu dem restlichen uebergruenen Tasmanien schrecklich kahl aufgrund der Ausbeutung der Naturressourcen und der Nutzung des umliegenden Waldes als Brennholz. Kurrioser Weise gibt es Proteste gegen eine Renaturierung, da die kahlen Berge fuer eine Tourismusattraktion gehalten werden...verrueckt! * An einem Aussichtspunkt auf dem Pass vor Queenstown trafen wir ein Paar aus Melbourne...mit denen wir ewig ein Spraechchen hielten ueber Gott und dir Welt und Australier und Deutsche... :-) * Queenstown an sich sieht - neben neumodigen IGA's (kleine & teure Supermarktkette wie Schlecker) - noch so aus wie vermutlich vor 200 Jahren...und in Mitten all der Berge und etwas Wald rech idyllisch wirkend. * Anschliessend ging es nach Strahan...ein kleines Oertchen am Wasser mit seinem beruehmten 105$ Cruise...und kostenlosen warmen Duschen, die mal gedacht fuer Fischer gedacht waren...ein Traum! :-D * Und...du merkst, dass du im Leben des Backpackers angekommen bist, wenn du keinen Scharm mehr verspuehrst, mit einem Wasserkocher ins Touristeninformationszentrum zu gehen und zu fragen, ob du deren Steckdose mal fuer 5 Minuten nutze  koenntest... :-D * Aufgrund des Zeitdiebes, verliessen wir Strahan nach Mittagessen am Wasser & Dusche in Richtung Montezuma Falls...mit einem 4WD-Weg, der als "Medium" beschrieben war...jedoch 15km lang...angekommen, begann ich bereits nach etwa 200m die Nerven zu verlieren bei einer Pfuetze, bei der nicht so ganz klar war, wie tief diese sein wird... * Das Problem bei den Wegen sind nicht die Wege an sich, sondern die Autos, die die Wege ueber die Zeit - besonders durch Fahrten im Regen/Matsch wesentlich schlechter gemacht haben...und die Fahrrillen immer tiefer werden. Nach etwa 750m trafen wir dann (gluecklicherweise) auf ZIEMLICH tiefe Spuren, die es fraglich machten, ob wir aufsetzen werden und moeglicherweise stecken bleiben. Nachdem Heiko etwa 10 Minuten um die Stelle rumgelaufen war und er beim Zurueckkommen vermutlich mein "etwas" besorgtes Gesicht gesehen hatte, entschied er, umzukehren...und nachdem ich ein Video von der Fahrt durch die Pfuetze gemacht hatte, ging es auf sicherem Wege zu den Montezuma Falls. * Wegen des Zeitdiebs und des einen Kilometers 4WD-Traack, der uns gute 45 Minuten gekostet hatte (die 14km waren fuer 1 1/2h angesetzt :-D ) ging es recht spaet los...ueber einen FURCHTBAR matschigen Wanderweg, der lt. Beschreibung zu Beginn des Marsches in den letzten Zuegen der Verbesserungsarbeiten sein sollte...neben einigen Baggern und ein paar geschnittenen Baeumen allerdings kein Indiz...AUSTRALIER! ;-) * Geschlafen wurde auf einem Free Camping-Parkplatz...zum zweiten mal nicht in der Horizontalen...man gewoehnt sich an alles.... :-D *** Tag 26: Corinna + Punt Crossing - Western Explorer Road - Arthur River * Frueh am Morgen ging es los Richtung Corinna...ein Oertchen, das nur durch eine Flussueberquerung per Barge (? = Schiff, das allerdings nur 2 Autos auf einmal transportieren kann) erreicht werden kann....ein immenser Fluss von MINDESTENS 20 Meter Breite... :-D - 25$ pro Auto!!! Und  ein Oertchen, das sich in seinen Hochzeiten mit einer HOEHCHST-Einwohnerzahl von 700(! - nein! Keine Null vergessen!!! ;-) ) bruesten konnte...die Einwohner, die wir zaehlen konnten, waren etwa 5...ein paar Mitarbeiter, die das "Resort" in der alten Goldgraeberstaette fuehrten. Nach 2 Spatziergaengen ging es dann los...auf die Western Explorer Road...eine 80 km ungeteerte Strasse (gravel road in English...keine Ahnung, wie wir das in deutsch nennen...wir haben ehrlich gesagt nicht so viele solcher Strassen... :-D ) * Western Explorer Road und das Gebiet des Arthur Rivers...eine Gegend mit wenig Infos im Umkreis (oder selbst im Lonely Planet) und wenig Touristen, die diese Strecke fahren...aber einfach unbeschreiblich schoen! Es ist fast schade, dass man eine Landschaft nicht so beschreiben kann, dass es fuer andere vorstellbar ist...aber irgendwann werdet ihr Bilder sehen... Nach etwa nem Drittel und 100 Photostops dann Mittagessen vor tollster Kulisse. Danach schlief Heiko ein...TROTZ der Schoenheit...das aergerte mich ein bisschen, ist aber vermutlich typisch Mann... :-D * Nach Kunnunnah Bridge und Julius River Forest ging es ueber Couta Rocks und Nelson Bay zum Arthur River....laaaaanger toller Strandspatziergang & wundervoller Sonnenuntergang und anschliessend Campfire und Marshmallows... :-) * Tag 27: Auf dem Weg zur Nordkueste ging es zum Westpoint. Und da Heiko bis dato noch keinen 4WD-Track gefahren hatte, war der Plan, den 4WD-Track entlang des Strandes zu nehmen. Unterwegs war Heiko auf der Gravel Road wesentlich zu schnell unterwegs, so dass ich ihm sagte, dass er den Track auch gerne allein tun kann... Auf dem Weg zum Track passierten wir ein Auto mit anderen Touristen und etwa 400 m weiter wurde es sandig...450m weiter war der Sand recht tief...ich stieg aus, um ein Video zu machen...er fuhr etwa 10m und die Raeder drehten durch. Rueckwaertsgang...Versuch Nr. 2 war ebenso erfolgreich und er meinte, er versucht es noch einmal und wenn es misslingt, kehren wir um. Ich war recht entspannt, denn im Vergleich zu meiner aus-dem-Auto-aussperr-Nummer hatten wir Handyempfang. :-D Versuch Nr.3 scheiterte ebenfalls...Rueckwaertsgang...Versuch Nr.4: Raeder drehten durch...Rueckwaertsgang...Raeder drehten durch!!! Versuche wie den sehr trockenen Sand bei Seite zu schaffen oder das Campfeuer als harten Untergrund zu nutzen scheiterten...-> wir steckten fest! Nach etwa 20 Minuten erfolgloser Rettungsversuche machte ich mich auf den Weg nach dem einzigen Auto im weiten Umkreis. Als ich ankam sassen diese bereits im Auto, waren jedoch noch da. Also erklaerts ich dem Mitt-40er-Ehepaar die missliche Lage...und die Ehefrau hatte das Pech, dass sie ihren Ehemann dabei hatte, der sein 4WD-Auto schon einige Zeit nicht mehr auf die Probe gestellt hatte. Ich also auf den Ruecksitz gehuepft und auf den Weg gemacht. Das Sorgenvolle Gesicht der Frau wurde nicht weniger, als sie den Ort des Geschehens sah...der Mann war innerlich jedoch Feuer und Flamme...Aufheiterungsversuche wie "Naja, zumindest ein schoener Ort zum stecken bleiben" oder "Wir haben genug Essen fuer 4 Leute dabei" brachten nicht den gewuenschten Erfolg...zum Ende ging jedoch alles gut: Abschleppband an beide Autos und das Auto des Ehepaares zog unseres aus dem Sand. * Und was macht ein Australier dann? Er gab uns seine Visitenkarte und meinte: Wenn wir irgendwann mal in seiner Gegend waeren, sollten wir doch vorbeikommen... :-D *** Nach etwas Verschnaufpause am Strand (halt ohne Auto ;-) ) ging es nach Stanley. Nach ner groooossen Portion Fish&Chips, nem Besuch in ner tollen Photogallerie (Pics ab 180$) und nem Eisshake ging es zu "The Nut"; eine beeindruckende Gesteinsformation...vermutlich etwa 200m hoch, jedoch mit flacher Oberflaeche und einem ein-stuendigen-Rundwalk, der uns mit all seinen tollen gruenen, gelben und roetlichen Graesern und tollen Aussichten auf Grund all der Photo-Pausen viel Zeit kostete! *** Geschlafen wurde auf nem freien Campingplatz hinter ner Taverne...in einer BITTERKALTEN Nacht!!! *** Tag 28: Rocky Cape NP - Wynyard - Penguin - Ulverstone - Leven Canyon * Schoener Walk im NP, Wynyard Touristen-Zentrum angefahren...die Dame war recht poshy (sie arbeitete in nem Kaff im Touristen-Zentrum und war dennoch ueberheblich - des erfordert Selbstueberzeugung!) ...nicht viel besonderes i  Wynyard...also fragten wir eine freiwillige Mitarbeiterin, ob wir nen Wasserkocher fuwr 5 Minuten anschliessen duerften...sie fragte Mrs. Ueberheblich...Antwort: Der Manager seie nicht da und alle elektronischen Geraete muessten registriert werden...also LEIDER waere ihre Antwort NEIN! Goodbye! * Nachdem Heiko und ich unseren Mund auf diese Antwort wieder schliessen konnten, gingen wir also zumindest auf's Klo...wo wir 4 Steckdosen zaehlten!!! Auf Grund der Freundlichkeit wollten wir jedoch keine Polizei riskieren...und fragten anstatt dessen nen Camper, der neben uns parkte freundlich, ob wir deren Steckdose kurz nutzen duerften. Wir fragten den Ehemann...und aus dem Wohnwagen schrie die Ehefrau "Nooo!" raus. Heiko und ich schauten uns an...und wir entschieden, dass wir uns Wynyard nicht ansehen wollen...nach nem Zwischenstop in Burnie in nem Park zum Mittagessen ging es nach Penguin...ein Doerfchen im Zeichen des Pinguins! Muelleimer mit Pinguinen-Umrandung, ein grosser Plastikpinguin als Hauptattraktion und ein Infozentrum...und wenn dir die Frau im Touristeninformationszentrum auf deine Frage, ob es im Doerfchen was sehenswertes zu sehen gib, sagt: Noe, egtl. nur den Plastikpinguin...fragt man sich schon, weshalb die arme Frau 8h am Tag in ihrem Kabuff sitzen muss, um diese Antwort vermutlich weniger als 10x am Tag zu geben!? Jedoch gab es dort eine suesse und meeeeega leckere Baeckerei mit so meeeega guten und guenstigen Kaffeestueckchen. Hmmmm... * Nach nem Shopping-Stop in Ulverstone ging es wieder suedlich. Fuer den naechsten Tag stand ein fuer laut Plan 15h (2-3 Tage recommended)- Walk im "Walls of Jerusalem NP" zu "The Wall" an. Auf dem Weg lag Leven Canyon...ein den Blue Mountains aehnelnde Landschaft...sehr schoen! * Nachteil an dem vollgepackten Tag: wir verliessen Leven Cannyon in anbrechender Dunkelheit...und hatten zwei Paesse zu passieren auf dem Weg zum Mole Creek National Park, wo wir die Nacht verbringen wollten. Nach vielen Kurven, einer Vollbremsung fuer ein Wallabie und vielen verloren Nerven, stellte ich fest, dass es doch recht gruselig ist, die das Zelt Mitten in einem Wald zu errichten, in dem mal nicht mal Notrufempfang hat und den man nicht im Hellen gesehen hat! :-D * Und selbst eine Entspannungsmassage und ne Ein-und Durchschlaftablette konnten mir nicht helfen...vielverprechend fuer den Walk am naechsten Tag! :-/ *** Tag 29: Walls of Jerusalem * Um 5 Uhr aufgestanden, Zelte abgebrochen und auf den Weg gemacht. Ich vermute, auf dem Weg trafen unsere Reifen ein Wallabie...aber ich rede mir einfach ein, es hatte nur ne Gehirnerschuetterung! ;-D * Nach nem Haferbrei mit Bananen und Marmelade ging es also um 8 am Morgen los...keine Karte, jedoch in dem Wissen, dass es 3 verschiedene Shelter-Stationen gab, an denen uebernachtet werden kann und wie viel Zeit von Parkplatz - Shelter I, Shelter I - II, Shelter II - III, III - The Walls vorgesehen ist. In dem Wandersbuch, in dem man sich idR eintragen soll mit Name, Telephonnummer (obwohl nirgendwo Empfang... :-D ) und erwarteter Wanderszeit waren nur wenige, die diesen Walk in einem Tag machten...die letzten im Buch waren Schweitzer, aber die haben ja auch genug Wandersmaterial im Heimatland... :-D * Die ersten 2h waren HORROR! Nur bergauf, steil bergauf durch nicht sonderlich spektakulaere Waelder...so dass ich echt schon am zweifeln war, ob wir es schaffen (wollen). Das Einzige, was uns aufbaute, war, dass wir nicht so lange zum Shelter1 brauchten, wie der Plan sagte. * 15 Minuten spaeter kamen wir an eine Abzweigung...und anstatt auf den einen Pfeil "The Wall" zu schreiben - was in der Regel das Ziel der Wanderer ist - fuehrte ein Pfeil zu nem See und der andere...auch nicht zu "The Wall" (Name vergessen...ist ja doch etwas her... ;-) ). Da ich on 50-50-Entscheidungen idR versage, gingen wir als NICHT zu dem See....mit dem Gefuehl, dass wir falsch sind. Besonders, als wir nach der vo  Infoblatt errechneten Zeit nicht am Shelter II waren... :-/ * Der Missmut stieg, bis wir etwa 30 Minuten spaeter ein Wanderspaeaerchen trafen, die uns sagten, wir seien auf dem richtigen Weg - Erleichterung! Und nach Shelter II erstreckte sich ein etwa einstuendiger Boardwalk durch den schoensten Nationalpark ohne Meer, den ich bisher gesehen habe! The Walls of Jerusalem...einige massive, jedoch recht schmale Felswaende, die mit ihren graphitfarben inmitten des Ganzen gruens einfacht nur umwerfend ausschauen!!! * Nach einer weiteren Abzweigung - diesmal ohne Pfeile -, die uns etwa 45 Minuten kostete (20 Minuten in die falsche Richtung, 25 Minuten warten auf nen Wanderer mit Ahnung :-D bevor wir einfach den anderen Weg einschlugen) trafen wir eine Wanderstruppe von 4 Leuten, etwa Mitte 40, die wir rtwa 45 Minuten frueher on top of one of The Walls gesehen hatten. Als wir die Frage, ob wir denn keine Karte haetten mit nein beantworten mussten, hatten die schon ihren Plan im Sack und dachten vermutlich "Verruecktes Paeaerchen! Die erste Wanderung in ihrem Leben und dann gleich sowas... * Der Typ mit dem Plan schaetzte 2 1/2 weitere Stunden bis zu "The Walls", meunte aber, wir sollten unbedingt auf den neben uns liegenden Fels steigen (Name vergessen... :-D ), der waere es auf jeden Fall wert, wuerde hoch und runter auch nur etwa 45 Minuten dauern...ich frage mich immer noch, ob er dachte "Die Gruenschnaebel verarschen wir mal schoen!" - aber er kannte uns schlecht!!! * Wir also hoch auf "... Throne" - WAHNSINN!!!, incl. einiger Bilder, bei denen Mum wieder die Nerven verlieren wird! ;-)...runter und weiter auf dem Weg...durch ein Gebiet, das mich stark an Alice im Wunderland erinnerte - nur halt mit Kaengaruhs. ;-) * An Shelter III trafen wir die Wanderstruppe wieder mit dem Kommentar dererseits, die Lunch hatten, dir Schwaechlinge ;-) "Und? Gleich weiter zu "The Walls"?" Und ich, weiterlaufend ueber die Schulter rufend "Jepp, das ist der Plan!" "Tssse"....gut ne Stunde weiterlaufen...und wir waren da!!! Nach 5 1/2 h wandern mit nem Extraweg an dem Ort, der hin und zueueck 15h dauern soll...wir waren soooooooo stolz! Heiko war froh, dass er wieder nen Grund zum mich druecken hatte, einige Photos von ner tollen Umgebung mit ettlichen Bergen und Seeen, aber auch seltsam, da ein Teil des Waldes wie abgebrannt oder von einer Flut getoetet schien - Tasmanien hat keine Insekten, die abgestorbene Baeume klein machen und verschwinden lassen, so dass diese ueber Jahrzehnte in ihrem abgestorbenen, weiss-grauen Zustand verweilen....wie wir bald lernen sollten. Auf nem Stein mit toller Aussicht sollte also unser Lunch stattfinden...nach 5 1/2h Wanderung...Toast schimmlig! :-D Haette man auch mal frueher checken koennen...aber naja! Shit happens... ;-) Also Tomaten & Thunfisch...und den Rest des Haferbreis...und Aussicht! Nachdem wir alles zusammengeraeumt hatten, trafen unsere altbekannten Freunde ein...der Typ mit dem Plan war 17 Jahre lang Ranger in tasmanischen Nationalparks...und als wir ihm unsere Reise durch Tassie schilderten....von Nationalpark zu Nationalpark und von einer zur naechsten grossen Wanderung...wurden wir ihm wohl etwas sympatischer - ich mochte ihn immer noch nicht...Menschen, die ich nicht einschaetzen kann, sind mir immer suspekt und werden es wohl auch bleiben.... * ...naja, nach gut 30 Min Geplauder und 14:45 Uhr machten wir uns also auf den Weg zum Auto, den Nudeln UND TIM TAMS!!! Hab ich die schonmal beschrieben? Zwei luftig gemachte Kekse mit verschiedensten Sorten Creme in der Mitte und dann KOMPLETT mit Schoki ueberzogen...mein Favourite!? Weisse TIM TAMS!!! (Auch nur 100 kcal auf 4x2,5x0,5 cm verteilt... ;-) ) Und neben einem erneuten Photostop um die verschiedenen Felsen ging es recht schnell...Heiko mampfte 4 Muesliriegel im 45-Minuten-Takt und bekam gegen Ende hin doch etwas Schwierigkeiten....ich war ehrlich gesagt ueberrascht, wie gut mein Koerper mitspielte... * ...und so erreichten wir exakt 10h spaeter, um 18 Uhr, unser Auto wieder! TOLL! * Uebernachtet wurde aufgrund von Regen nicht neben dem vorhergesehenen See, sondern auf nem Camping-Rastplatz an der Strasse...aber eines war sicher: wir werden schlafen koennen! ;-) Das Schlimmste!? Keine Dusche nach 11h in der Hitze & ziemlich verbrannte Lippen...*** Tag 30: Der letzte Tag, vorhergesehen im Craddle Mountain Lake St. Claire NP fiel ins Wasser!!! ;-/ Es regnete und regnete und regnete...also ging es anstatt in den NP nach Launceston, wo wir am Abend einen Freund einer Frau in Brisbane treffen sollten, fuer die Heiko mal gearbeitet hatte...und um auf ein Futter-und-Music-Festival am Abend zu gehen... * Meine Laune war am Tiefpunkt der Reise angelangt...eine Mischung aus versteckter Trauer, dass es vorbei ist...der Ungewissheit "WAS nun?"...ein vergeudeter letzter Tag...keine Lust zu packen und und und...UND Valentinstag (was ein unnoetiger moderner neuer Sch... ;-) )* Nach ner oeffentlichen Dusche, ner erfolglosen Suche nach nem Internetcafe und nem schrecklichen Lunch in ner Fresshalle (nach so vielen ruhigen Orten schrecklich...und SO viele Paare!!! WER bringt seinen liebsten an so nen schrecklichen Ort??? ), trennten sich Heikos und mein Weg...ich ging zum Handyshop und meine Sachen packen...und Heiko machte was anderes... * Auf dem Weh traf ich - wie klein ist die Welt bitte? - Brianna und ihren Mitbewohner...die Vermieterin des AirBnB-Zimmers in Hobart!!! :-D Nach nem kurzen Geplauder ging es weitee...und natuerlich spielten meine femininen, ueberromantischen Gedanken verrueckt...also warum ist es nicht moeglich, dass der Mann ohne Name von Hobart mir GANZ zufaellig hier auch ueber den Weg laeuft!? (Das wahre Szenario: Festival...in Mitten von Tausenden...treffen sich unsere Blicke...es wird sich durch die Luft geschleudert und sich entschuldigt...er fuhr 100 mal am Haus in Hobart vorbei, wo er mich morgens absaetzte...aber wusste nicht so recht.......ich schmiss das Szenario aus meinem Kopf, bevor die weissen Tauben und das Brautkleid ins Spiel kommen konnten...und fuer alle (Frauen), die jetzt Traenen in den Augen haben...ich nehme die Enttaeuschung vorweg: ich traf ihn seltsamerweise nicht... ;-D ) Meiner Laune kam all dies nicht gerade besser zu Gute...jedoch hatte ich etwas Zeit fuer mich...ich packte und sass im Auto rum...etwas laenger mit Heiko, bis wir uns gegen 5 auf den Weg zum Pub machten. * Der Herr war nett und zu meiner Ueberraschung war es eine fliessende Unterhaltung - zuvor fragte ich mich ehrlich gesagt, warum zum Henker wir uns mit nem Typen treffen - und er sich mit uns - den wir nicht kennen und egtl. Keiner was von dem anderen will...man lernt nie aus! * Zum Abschied gab er uns Eintrittskarten zum Festival im Wert von 40$...und das Festival war ein toller Abschiedsabend! Tolle Musik, superleckeres Essen und totape Entspannung im Kopf! Ich blendete Heiko, der wie ein Hund neben mir herlief, einfach mal aus - die 3 Pines of Beer halfen mir dabei etwas...ein Vorteil, wenn man nicht oft trinkt! ;-) * Gegen 10 ging es zurueck zum Auto und nach Devonport, wo am naechsten Tag unsere Faehre den tasmanischen Hafen verlassen sollte. Uebernachtet wurde in ner Seitenstrasse, wo die Lichter in den Haeusern so lange brannten, dass ich nicht auf's Klo konnte... :-D *** Tag 31: Abschied * Gefruehstueckt und Zelt getrocknet wurden an nem Yachthafen um die Ecke...und um 9 Uhr am Morgen verliessen wir Tasmanien. Wie schon die ganze Zeit, mochte ich Heikos Knuddelattacken nicht in der Oeffentlichkeit...v.a. nicht beim Verlassen des Hafens, draussen auf dem Schiff mit einigen ganz ansehnlichen Personen um einen herum! :-D * Ich fragte mich manchmal, ob das unfair sei...aber ich entschied mich dazu, dass ich meinen Standpunkt frueh und (selbst fuer einen Mann) deutlich zum Ausdruck gebracht hatte, weshalb ein solches Gewissen meinerseits nicht noetig sei - ein weiterer Entwicklungsschritt...logisches Denken in Momenten, in denen ich mich schuldig fuer anderleuts Gefuehle fuehlen koennte...CHECK! * Im Bordkino schauten wir also Planes und eine recht neue Komoedie (Titel vergessen ;-) ) ueber nen Jungen, der nen riiiiiiichtig schlechten Tag hat... * Um 18 Uhr errwichten wir Melbourne...und nach Tanken und etwas unnoetigem Zeitverplemper, brachte mich Heiko zu Matts Haus... * ...und was soll ich sagen? Ich bin eh nicht gut in Abschieden...aber wenn du nen maennlichen Freund zum Abschied drueckst und der RICHTIG anfaengt zu heulen... * ....weisst du einerseits nicht, was du machen sollst...aber es veraendert dich andererseits wieder...du warst 4 Wochen einfach du selbst...zu 99% ungeschminkt, hast in den Busch gepieselt, vermutlich des Nachts mal gepupst...und DENNOCH wirst du nach 4 Wochen gemocht...oder sogar etwas mehr! Das brachte mir neben Verwirrung wieder innerliche Entspannung und ich fuehlte mich bereit fuer ein neues Abenteuer! :-)

18.4.15 13:41

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