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Tag 9: Morgens sind Heiko und ich zum Mt. Amos. Da Ramona es als "nicht sehenswert" einstufte, haben wir uns geeinigt, das Auto am Infozenter abzustellen, von wo aus es mit dem Auto gar nicht mehr so weit war...nach 20 Minuten schnellem Gehen und der Realisation, dass das noch nicht mal die halbe Strecke zum Wanderweg war, ging die Laune etwas abwaerts, bis ein Paeaerchen anhielt und uns zwischen Koffern und Angeln auf dem Ruecksitz mitnahm. * Mt. Amos war auf dem Hinweg ein in grossen Teilen ziemlich steiler Berg, der sich insbesondere durch abgelaufene und dadurch extrem rutschige oder nasse und dadurch extrem rutschige Steinflaechen zusammensetzte. Die Aussicht war dann jedoch "wegblasend" und ein aehnliches Gefuehl vermittelnd wie Mt. Bishop im Wilsons Promotory National Park. Nach einigen Bildern, Muesliriegeln (Die Heiko trotz meinem "Nee, brauch ich nicht" fuer mich eingesteckt hatte) und einfach-nur-sitzen-und-geniessen ging es zurueck...und was soll ich sagen? Zu sehen, wo man hinfaellt (recht tief), wenn man ins Rutschen kommt - was recht oft passierte - machte mir den Rueckweg nicht gerade einfach...war jedoch nach 45-minuetiger Rutschpartie/y ;-) lebend ueberstanden. Danach wurden wir nach 20-minuetigem Lauf von zwei Maennern mitgenommen, die wir auf dem Berg getroffen hatten...lucky us! * Anschliessend ging es mit Ramona im Gepaeck dann in eine meeeeeeega leckere Baeckerei, die guenstige suesse und einen Geschmacksorgasmus herbeifuehrende Leckereien hatte ("Melting Moment", "Florentiner" und "Lemoncake" landeten fuer unter 4$ auf meinem Teller...guenstiger als der Cappuchino, fuer den wir nach Instantkaffee am Morgen die ersten zwei Wochen fast taeglich 4-5$ zahlten... :-D ) und dann zum Strand...im Bikini doesen und das erste mal ins wohltuende und glasklare Wasser huepfen. :-) * Uebernachtet wurde auf einem nur durch ein Vierradwagen erreichbaren Campingplatz namens Whitewater Wall und dinniert wurde an ner Bucht am Meer... :-) * Grundsaetzlich scheinen australische Familien oefter ihren gefuehlten ganzen Hausrat einzupacken, um an anderen Orten zu essen...sei es an den unzaehligen public BBQ-Plaetzen oder auf Inseln...oder wo auch immer...und man fragt sich: WARUM machen wir das nicht mal oefter? Anstatt seiner faulen Gewohnheit taeglich nachzugehen, in  denen doch oefter nur einer was kocht, die Kinder sich verpruegeln oder sonst was tun und der andere Elternteil woanders rumwerkelt...und man nur die 20 Minuten (stillschweigendes) Essen gemeinsam erlebt...wo man sich im Alltag wegen Arbeit, Schule, Hobbies und sonstigen Verpflichtungen schon kaum zu Gesicht bekommt? Warum nicht mal oefter ne  Picnickorb packen, ne kleine Wanderung unternehmen und dann in der Natur essen!? Es bringt sooooo viel mehr Freude...alle waren mal ne Runde an der frischen Luft und man hat wirklich mal Zeit als Paar/Familie verbracht... *** Tag 10: * - Morgens regnete es ordentlich...Heiko meinte, in ner Stunde seie das bestimmt gegessen, also sollten wir erst mal Fruehstuecken. Fruehstueck also unter der Plane zubereitet...ich ging dann schonmal zum Zelt, um Luft aus den Matratzen zu lassen, und einzupacken....GLUECKLICHERWEISE! Denn anstatt aufzuhoeren, fing es RICHTIG an zu schuetten, so dass das Zelt innerhalb von 10 Minuten ueberschwemmt war und wir vollgesaugt mit Wasser waren. Ich, die sich gluecklicherweise als einzige noch nicht noch nicht umgezogen hatte bin dann im Pyjama jn die Stadt gefahren, um sich in der oeffentlichen Toilette umzuziehen.  :-D war echt witzig! * Von da ging es nach Swansea wo wir an eine "NICHT-campen"-Huegel unser Zelt bei strahlendem Sonnenschein trocknen liesen...ein bisschen in der Befuerchtung, die Polizei wuerde jede Sekunde um die Ecke kommen...hat aber wie immer keinen gestoert! :-D  * Nach nem Einkauf und dem durch den Lonely Planet ernannten "besten Kaffee der Stadt" - population: 600 :-D - ging es an ein paar unslektakulaeren Sehenswuerdigkeiten ins kalte Triabunna, von wo aus es am naechsten Tag nach Maria Island ging....gegen die Kaelte war das Einzige, was helfen konnte: Fish & Chips sowie ein Spatziergang... ;-) * Zwischenzeitlich hatte es sich uebrigens eingependelt, dass sich Heiko und Ramona jeweils bei mir ueber den anderen beschwerten...ICH der neutrale Punkt!!! Ich weiss nicht, ob ich mich veraendert habe - ich glaube es fast! :-D - aber (bestimmte....Alina haette mich immer noch auf die Palme gebracht! :-D ) Eigenheiten von Menschen tangieren meine Laune einfach nicht mehr...ich konnte beide ohne Probleme beim anderen verteidigen und es auch so meinen...und hatte beide echt schnell lieb gewonnen. :-) * Nuf Heikos Tendenz, mich etwas oefter zu beruehren als notwendig, machte mir im Hinblick auf Ramonas Abschied etwas Gedanken...aber bis zu den Zeitpunkt auch noch kein Kopfzefbrechen. *** Day 11: Maria Island * Frueh am Morgen wurden wir dann mit nem Schiff auf die autolose Insel Maria Island gebracht, die in der Vergangenheit von Gefangenen bewohnt wurde, die dorthin zur Zwangsarbeit gebracht wurden - hab ich egtl. schon erzaehlt: in dem Buch, das Kristina (Arbeitskollegin) mir zum Abschied gegeben hatte, ist geschrieben, dass ja nach Australien englische Gefangene gebracht wurden...das weiss ja jeder. Teilweise wurden Leute, die ein Sueck Brot oder ne Haarlocke geklaut hatten, zu 7 Jahren Zwangsarbeit verurteilt...ueberraschenderweise hatten die Menschen mit den ueberhoehten Strafen genau DAS beruflich gelernt, an was es in Australien fehlte...krass, oder? Dadurch jedoch kam es zu einem seeeehr hohen Frauenmangel...und was machte man? In der Periode der Hungersnot in Irland, schiffte man einfach mal 2.000 irische Waisenmaedchen nach Australien, um das Problem zu loesen...gruselig!!! * Vom Wettergott gesegnet, checkten wir dann in unserer Baracke - fruehere Herberge der Gefangenen - ein  und machten dann einen laaangen Spatziergang zu...1. Painted Cliffs (ein Kliff, dass durch die Kraft des Meeres geschliffen wurde und unterschiedliche Farben von weiss ueber gelb/orange bis rot hatte. Der Bootsfuehrer erzaehlte uns, dass ein Photograph nah an die Steine ranzoomt,, die Bilder dann aussehen, wie Aborigines-Bemalungen und er sie so dann fuer 3.000$ pro Stueck verkauft!!! (hab auch mal ein paar Nahmaufnahmen gemacht... ;-P )...nach nem Lunch (der fast taeglich aus Toast+Tuhnfisch+Tomaten bestand) ging es dann zu II. Fossil Cliffs und III. Zu Bishop and Clerk...ein Berg, dessen Besteigung es in sich hatte, dessen Aussicht jedoch unbeschreiblich war und dessen Bilder teilweise im Nachhinein etwas Entsetzen bei der lieben Mama aufkommen liesen...  ;-) * Die Nacht in den Barracks im Hochbett und Kaminfeuer war wunderbar! *** Tag 12: es kommt eh immer anders... * Nachdem wir dann mit der ersten Faehre zurueck beim Auto waren, ging es dann nach Sorell - der ersten groesseren Stadt (wegen der Naehe zu Hobart) mit wieder guenstigeren und groesseren Supermarktketten Coles und Woolworth. Gerade auf dem Parkplatz angekommen, schrieb mir Mariska, ob wir telefonieren koennten  sie wuerde ziemlicn in der Scheisse stecken. Angerufen...Mariska ist eine - so aehnlich wir uns auch sind, HIER das komplette Gegenteil - sehr impulsive Natur, die oefter handelt, bevor sie denkt. Und so kam es, dass sie in Byron Bay - einer beruehmten Surfer-, Saeufer- und Kifferstadt - am Wochenende auf's  Motorrad stieg...2 Runden fuhr....dummerweise eine Einbahnstrasse in entgegengesetzte Richtung nahm...Polizei...Kontrolle...0,8 Promille! * Folge: Gerichtsvefahren, das ne hohe Geldstrafe von etwa 2.000$, der Verlust der Fahrmoeglichkeit in Australien und der Verlust der Moeglichkeit auf das Second Year Visa mit sich zieht. * Dadurch muss alles innerhalb eines Jahres besucht werden und Mariska muss definitiv nochmal etwas laenger arbeiten. Als ich dann nach meinem ersten aufbauenden Satz "Das ist vermutlich der duemmste Ort, um sowas zu machen!" :-D vorschlug, dass mit dem Fahrrad sein zu lassen, es mir nix ausmacht, immer zu fahren und wir gemeinsam eine Loesung finden werden...immerhin seien wir Twins (!), fing sie an zu weinen und sich von Herzen zu bedanken. * Fuer mich egtl selbstverstaendlich und Teil einer Freundschaft, gab es mir dann jedoch das glueckbringende Gefuehl, dass ich umso stolzer sein kann auf die Werte, die mir meine Mum in all den tollen Jahren mit auf den Lebensweg gegeben hat! :-) Zur Jobplanung am Ende des naechsten Blogeintrags etwas mehr.* Nach nem BBQ und auf dem public BBQ gebackenen Bananenbrot, ging es dann auf zur Tasman Peninsula, eingenommen die Sehenswuerdigkeiten Dunalley Channel, Tesselated Pavement, Tasman Blowhole, Tasman Arch und Devils Kitchen...sehr sehenswert! :-) Uebernachtet wurde an Lime Bay...schoener Spot und viel Wilflife!!! * Ramona und ich waren ja mittlerweile zusammen Buschpinkeln bei Nacht gewoehnt...aber hier wollten wir vor'm ins Bett gehen auf's vorhandene Plumsklo gehen, das wir im Hellen vorher nicht gesehen haben. Wir also mit einer Stirnlampe bewaffnet hin...Ramona mit der Stirnlampe die Lage gecheckt...."Ich sehe keine, magst du mit reinkommen?" Definitiv besser, als im stockdunklen draussen zu stehen...also rein, Tuer geschlossen...dunkler grosser Fleck am inneren der Tuer...Fleck mit 8 Beinen...Sabrina"OH MY GOD!!!" Tuer aufgemacht, rausgerannt...Ramona hinterher mit der Bitte, doch naechstes mal etwas genauere Informationen zu geben, bevor ich wegrenne... :-D * Als wir uns dann fuer die Stelle nah am Wasser entschieden hatten und ein Vater mit Sohn seine Nachtwanderung beendet hatte, erklaerten wir die Luft als rein. Ich also Hose runter ...*RASCHEL*  ...Hose hoch, an Ramona geklammert und beide leicht aufgeschrien...und dann war es wie in ner Comedysendung...aus dem von uns beleuchteten Busch kam ein echt kleines Haeschen rausgehoppelt... :-D *** Tag 13: Port Arthur (historische, fuer australische Verhaeltnisse alte Baracken) haben wir bei 35$ Eintrittspreis gestrichen...mega anstrengender Walk zu Cape Huay gemacht, die Remarkable Caves mitgenommen...und da wir am naechsten Tag 200km weiter mussten, um die Faehre nach Bruny Island zu nehmen, schliefen wir in Dunalley auf einem Stueck Rasen direkt neben nem Privathaus...fuer nur 5$ pro Person, direkt am See, nur ein weiteres Auto, mit NEUEM Bad und heissen Duschen ohne bezahlen zu muessen oder innerhalb von 4 Minuten (2$) fertig zu werden...eine Seltenheit! * Da wir recht frueh da waren und in Kaffeelaune waren, sind wir dann in den "General Store" in Dunalley gefahren...3,80$ fuer warme Milch mit nem Schuss Kaffee und dem Fund einer Packung Schokolade, die im Jahre 2008 abgelaufen war!!! :-D * Abends machten wir dann ein Campfeuer...das Erste!...und schon 10 Minuten spaeter kam die Polizei! Wir schon gedacht, wir muessten jetzt ne Strafe bezahlen...aber sie kamen egtl. "nur", weil in der Nachbarschaft eingebrochen wurde und sie auf der Suche nach ihnen (Photo) waren. Das gab dann kein gutes Gefuehl fuer die Nacht, war aber wenigstens umsonst! :-D *** Tag 14: Nach den letzten Einkaeufen in Hobart - u.a. Wuerstchen und Marshmallows fuer ein ordentliches Campfeuer - ging es in Kettering auf die Faehre. Es war mal wieder nicht das beste Wetter...dennoch waren Cape Bruny (Leuchtturm) und der Lunch dort ganz schoen. In Hobart hatte man uns gesagt, man solle einfach das Feuerholz sammeln...als wir dann auf unserem Campingplatz, der nur ueber einen Strand zu erreichen war, was Heiko wiederum gluecklich machte,  ankamen, war da ein Schild...von wegen neben den ueblichen "keine Kreissaege o.ae."-Zeichen einer Strafe von 2.000$ fuer Feuerholz sammeln... :-/ Wir haben uns dann einen Platz gesucht, auf dem jemand alte grosse Holzbloecke hat liegen lassen. Nach ner Weile kam der Foerster...wir ihn so gefragt, ob man irgendwo hier Brennholz kaufen koenne...nein!...wir haetten ja das Holz da, aber leider keine Kreissaege...hmmm, ja Kreissaegen sind nicht erlaubt, bloed, ne!?...ich dann auf's Klo, weil der Foerste nur mit so nem Puster bewaffnet war...komme zurueck...ZACK...Holz komplett durch den Foerster mit ner Kreissaege geschnitten ... :-D * Nach nem Walk entlang der Kueste, der trotz Regenwetter super schoen war, ging es dann also ans Feuermachen. Und da hilft die saarlaendische Schwenkererfahrung  natuerlich...v.a. das bekannte Luft wedeln schien dem noch feuchten Holz ganz gut bekommen zu sein... *Stolz!* ;-) * Beim Feuer hab ich dann irgendwann nen mindestens 30-Sekuendigen Rueckenstreichler bekommen, der mir dann mit einem Mal klar machte: Da muss was klargestellt werden! :-D * Und was ihr uuuuuunbedingt probieren muesst neben Marshmallows: rollt Schoko-Cookies in Alufolie ein und legt sie zum Feuer...geht auf im Topf...soooo yummie!!! * Tag 15: Rundwalk zu Adventure Bay und Flute Cave. Der Nachmittag wurde eher lazy in nem kleinen Kaffee verbracht...und wenn man in 2h die einzigen Gaeste ist, fragt man sich echt, wie sich die Laeden rechnen! Abends ging es dann zu "The Neck"...dem schmalen Verbindungsteil zwischen South - und North Bruny...Nachdem ich eine grosse Spinne, die nahe an unserem Zelt verweilte, weit genug weggejagt hatte - sie hatte sich etwas getraeubt, hatte jedoch keine Wahl ;-) - ging es zum Aussichtspunkt, wenn man nicht gerade so wie wir im Dunklen hinlaeuft... :-D ...aber auch ein Ort, an den Pinguine Abends vom Meer zurueckkommen. Da es jedoch so dunkel war, hat man nur dunkle Schatten unter dem Boardwalk hindurchflitzen sehen koennen...zumindest kann man sagen, man hat sie gesehn! ;-) *** Tag 16: Mit der ersten Faehre ging es dann zurueck auf's Festland, direkt zum beruehmten Salamance Market in Hobart. Schoener Markt...das Gute - oder schlechte, wie man's  will ;-) - am Backpacking ist, dass man nur Sachen kaufen kann, die man nichg lange schleppen muss: ESSEN! Nach vielen Tesgbisse  gab es dann meinen ersten richtugen Meatpie - wie so ein Kuechelchen mit Teig aussenrum...innendrin gefuellt mit Hackfleisch in ner recht fluessigen aber leckeren Sauce, dazu Mango-Chutney...YUMMIE! Zum Nachtisch dann so einen frittierten Apfel-Teig-Ball... * Bevor ich noch mehr gekauft haette, sind wir dann einkaufen gefahren...fuer die naechsten und letzten drei Tage mit Ramona und fuer den geplanten Partyabend. * Und...auch wenn Maenner nicht bluten, hab ich immer noch das Gefuehl, dass auch dieses Geschlecht seine Periode hat! Heikonhatte also seinen "crumpy" Tag, der sich den ganzen Tag hinzog... * Nach Ankunft bei Briana (AirBnB), ner grossen Waschladung, ein bisschen Gefaulenze und Abendessen ging es also ans fertig machen. Wegen der Periode entschied sich Heiko dann zu Hause zu bleiben, was mir auch irgendwie ganz recht war. Wir kommen suuuuuper gut so aus, aber er ist einfach kein Partymensch...was mich dann beim Party machen gebremst haette, wenn einer von drei nur da rum steht... * Ramona und ich dann angefangen, Wodka mit Himbeerlimonade zu trinken...beim Busfahrer sind wir dann als U18 durchgekommen...es lief! * Auf die Frage hin, ob es einen Nachtbus gaebe, schmunzelte er und sagte (23 uhr Ortszeit) "Der letzte Bus geht um 00:15, danach gibt es nix mehr." * Wir also dann in den ersten "Club", in dem sich selbst Ra ona (22) alt fuehlte...es war eh recht schnell klar, dass weggehen fuer Ramona eher "attraktive und etwas aeltere Maenner finden" bedeutete. * Also ging es wieder zum Salamance Place, wo laut Briana das meiste abging. Nach - fuer mich - zu langem hin- und herrennen, da Ramona den Pub mit den besten Aussichten finden wollte, sind wir dann letztendlich zu Pub No. I zurueckgekehrt. * Und wie man auch schon die Wochen zuvor sehen konnte, dass Schweizer hohe Preise gewoehnt sind und da nicht wirklich versuchen, zu sparen, kaufte sich Ramina nen Cocktail...fuer 18$! Ich nippte dann irgendwann an meinem 9$ Bier, weil ich echt durstig war. * Als sich Ramona auf den Weg zum Klo machte, stellte sich ein Mann mit dem Ruecken zu unserem Tisch und kurz darauf stellte er sich mir vor...er kaufte mir nen Drink, wir kamen ins Gespraech...wunderschoene Augen und eine der sexiesten Stimme, die ich je gehoert hab. Nach etwa ner Stunde meinte Ramona, sie sei einfach zu voll und muesse heim. Ich blieb...und, was soll ich sagen? Auch wenn es meiner Mum nicht gefallen wird...ich haette nix gegen nen australischen Zukuenftigen! Viele Sachen klingen auf Englisch einfach soooooo viel toller! :-) *** Tag 17: fauler Sonntag! Tolles Spaerstueck mit Milchkaffee, Pancakes und Ruehrei...das ist vermutlich das Spektakulaerste an dem Tag gewesen! :-D Ah...doch! Mein Handy starb...doch 4 Monate alt geworden! :-/ Ausserdem wurde Heiko bei der Planung fuer die naechsten 12 Tage noch anhaenglicher als eh schon...3in Problem, was ich egyl. gehofft hatte, haette sich gelegt... *** Tag 18: Begann auf dem Mount Wellington, ein hoher Berg, der eine perfekte Sicht auf ganz Hobart und seine Umgebung freigibt. * Weiter ging es zum Museum MONA, ejn Museum - wie wir spaeter hoerten - , das fuer 90 Mio. durch einen durch's Zocken reich gewordenen Typen gezaubert wurde. Bevor es losging, wollten alle nochmal auf's Klo...und da ging es egtl. fuer mich schon los! Haltet euch fest! * Meine Toilette gab durch ein raffiniertes Spiegelsystem frei, was man sonst NIE von sich zu Gesicht bekommt: Man konnte sich quasi seinen intimsten Bereich ansehen, wie er aussieht, wenn man gerade sein Geschaeft macht. Fuer ganz Interessierte gab es sogar noch ein Fernglas! :-D * Und auch im Museum war so manches nicht wirklich verstaendlich; * - da gab es einen Typen, der auf Steine, die beim Abwurf der Atombombe auf Hiroshima vor Ort waren, Papier legte und die Konturen des Steins quasi abpauste. Ein waerter erklaerte uns, dass er das wohl machte, weil das Beruehren von etwas wieder "eine andere Geschichte erzaehlt", wie wenn man es liest oder hoert. DAS machte sogar Sinn...warum er jedoch 4.000 dieser Exemplare in 9 Jahren herstellen musste bleibt, ausser der Erklaerung des Waechters, dass er wohl verrueckt danach wurde, ungeklaert! :-D - es gab eine professionell aufgebqute Kloake, in der Quasi das grosse Geschaeft kuenstlich ueber 8 Glasbehaelter oder so hergestellt wird. Sowohl Fuetterungs- als auch Poozeit hatte ich leider verpasst... :-D * - ein maennlicher kuenstler nahm die Abdruecke von ich glaube 74 Vaginas von Frauen aller Alters- und Karrierestufen...nach dem Interview, das ich mir nur 4 von 15 Minuten anhoeren konnte, ging es um die immer noch vorherrschende Ungleichbehandlung von Frau und Mann. (Matts Statement: "Der Typ wollte einfach nur so viele Vaginas wie moeglich zu Gesicht bekommen und damit "arbeiten"!" :-D) - Es gab 2 Goldfische, die in einem Suppenteller schwammen, in dem ein blutverschmiertes schwarfes Kuechenmesser verweilte. - es gab viel Kunst in Form von Kurzfilmen, die allerdings auch 20 Minuten dauerte und von denen man schon nach 30 Sekunden das Gefuehl hatte, selbst gestoert zu werden. - das, was ich am meisten Verstanden hatte und auch am besten fand, war ein Porsche, der "fett" gemacht wurde. Der Kuenstler war glaub ich Deutsch oder Oesterreicher und wollte damit das aweideutig verwendete Wort fett (also wohlhabend, reich, ausdrucksatark) verdeutlichen...dass, jede "fetter" der Mensch wird, desto kleiner wuerde das Gehirn...eine Kritik des Statussymbols, dem ich zustimme! Ich, die an dem Tag ihren nicht crumpy, aber aufgrund der Ereignisse eher in sich gekehrten Tag hatte, musste mich dann zurueckhalten, als zwei Ete-Petete(?)-Ehepaare vor mir standen...die Frau echauffiert schnaeubte und ihren Gatten fragte, wie ihm denn der Porsche gefiele und er augenbrauenzucken hebend meinte "ich bevorzuge den ECHTEN! WIE gern haette ich gesagt, sie sollen sich mal die Audiodatei dazu anhoren...sie waeren genau in der Zielgruppe des Ku stwerkes. *Kopfschuettel* * Dann ging es zum Mexikaner, den sich Ramona ausgesucht hatte und zu Hause gab es aufgewaermte Cookies! :-) *** Tag 19: Nachdem wir Ramona um 4:45 Uhr morgens am Flughafen abgesetzt hatten, wobei ich aufpassen musste, nicht laut loszuweinen - immerhin konnten wir uns sehr gut unterhalten, ueber was sich Frauen halt so unterhalten...Heiko war, solange man ihn nix fragte, eher ruhig -, fuhren Heiko und ich nochmal zum Mt. Wellington zum Sonnenaufgang....wunederschoen, wenn da nicht jmd. gewesen waere, der mich die ganze Zeit durecken wollte. :-/ * Nach dem Fruehstueck ergriff ich also die Initiative...und auch hier eine stolzbringende Veraenderung: es waere fuer mich einfacher gewesen, das Ganze in Englisch zu sagen...durch die Nichtmuttersprache gewinnt man etwas an Distanz...aber ich tat es auf Deutsch! Und es war gut, dass ich es tat. Es machte es mir die naechsten 12 Tage einfacher, einfach zu sein wer ich bin...er meinte, es seie okay, er wuerde mich aber trotzem gern manchmal druecken, das wuerde ihm guttun...joa, solange es weiter nix is... :-D * Von da aus ging es dann weiter zum Grosseinkauf fuer - soweit nicht verderblich - die naechsten 12 Tage. Zusaetzlich kauften wir nen Schneebesen, um unseren Cappuchino selbst zu machen... :-D * Nach nem Besuch in der Buecherei, bei dem die erste Jobsuche nach Fruitpickingfarmen erfolglos blieb, ging es dann nach Kingston, um dort unerlaubterweise die Nacht im Auto zu verbringen. *** Tag 20: 1. Arztbesuch...eine Blasenentzuendung, die sich GLUECKLICHERWEISE noch in der Zivilisation bemerkbar machte, anstatt einen Tag spaeter ganz im Sueden - 75$, 5-10 Tage Antibiotikum. - man kann dich aus allem etwas positives ziehen! ;-) * Dann ging es mit etwas Verspaetung zum Hartz National Park. Es war wieder unausstehlich kalt, was egtl. das Einzige war, was meine Laune drueckte und mir fuer etwa 2 h die Freude fuer die naechsten 12 Tage nahm. So tint es mit Leggins, Jeans, Shirt, 2 Pullovern, 2 Paar Struempfen und meinen Poncho um den Bauch gewickelt zu ein paar Wanderungen. Der National Park erinnerte uns etwas an Deutschland...auch das Wetter trug vermutlich dazu bei! * Geschlafen wurde dann wiederum im Auto auf ner Picnic und Rest Area auf der es aufgrund des vermutlich abgerissenen "nicht campen!"-Schildes nicht verboten war, zu campen... ;-) Dank Heiko, der noch nen Wollschlafsack hatte, blieb ich in der Nacht durch 2 Schlafsaecke, Struempfe, Leggins, Shirt, Pulli und Schal warm! *** Tag 21: Das Ende der suedlichsten Strasse Australiens...schoenes Wetter, tolle 4h-Wanderung zum South East Cape und Lion Rock (ein Ort, den mir der Herr von Hobart empfohlen hatte und der sowas wie ein "Abschied von etwas, ueber das es nicht Wert ist, sich laenger Gedanken zu machen, symbolisierte)...die Bekanntschaft mit March Flies, deren Ruessel so gross ist, dass, wenn du sie verscheuchst oder toetest, wenn der Ruessel schon drin ist, die Stelle blutet! Aufgrund der Marchflies, die mich beim Lunch machen schon gegessen hatten, weigerte ich mich, dort zu schlafen, was mir die Ehre verleihte, Heiko's Auto zu fahren! :-) Vorher waren wir jedoch noch an der Whale Sculpture - der Ort, an dem frueher Wale gefangen wurden...und an diesem Ort naeher zur Antarktis als zu Cairns (Ort noerdliche Ostkueste)...  * Gecampt wurde auf nem freien Campplatz hinter nem Bowlingclub. *** Tag 22: Mt Field National Park * Man mag es kaum - bzw wir glaubten es nach den ersten zwei Wochen - es wird Ski gefahren in Tasmanien! :-D * Nachdem wir von einem etwa Mid-60 er Parkwaechter gesagt bekamen, dass dies der schlechteste Sommer in mindestens 20 Jahren sei - "Und WIR waren dabei!!!" ;-) - ging es also wieder auf in die Wanderschuhe...eine tolle Wanderung im Skigebiet mit sensationellen Spiegelungen des Himmels in den kleineren Seen von abgeschmolzenem Eis (ich weiss, da gibt es ein Wort fuer, faellt mir aber gerade nicht ein!), zu drei verschiedenen Wasserfaellen - u.a. Russels Falls sowie ein Tall Tree Walk mit Baeumen von fast 100m Hoehe...sehr schoen! * Und ein Campingplatz im NP mit unbegrenzt heissem Duschwasser in der Gebuehr enthalten - Luxus! * Wegen den langen Wanderungen kamen wir erst recht spaet zum duschen, ein Opossum wollte in unseren Kofferraum springen und unser Campingnachbar empfohl uns, die Plane ums Zelt in der Nacht etwas fester zu schnallen, ansonsten wuerde sich morgen frueh allerlei Getier vor unserem Zelt tuemmeln. *** Tag 23: Auf dem Weg zum Mt Fiel NP hatte ich mir meine tolle Din-A3 Tasmanien Karte angeschaut und fand, dass der Bereich um den Gordon Dam sehr vielversprechend aussah. Einziger Nachhteil: Nur eine Strasse von etwa 80km Laenge - machte ein Umweg von 160 km...jedoch konnte die Frau im Mt Field NP empfehlen als auch unser Campingplatznachbar. Dieser holte auch seine grosse, alte Tasmanienkarte raus...in der u.a. der Overlandtrack eingezeichnet war, den er Mitte der 60er Jahre absolvierte - und er sah bei Weitem nicht aus wie 70! Es war toll zu sehen, mit welcher Begeisterung er sprach und wie seine Augen leuchteten, als er uns Bilder vom Gordon Dam zeigte. * Da schoenes Wetter war, entschieden wir uns also, den Weg auf uns zu nehmen...und was soll man sagen: es war atemberaubend! Ein riiiiiiiesengrosser See umgeben von vielen Bergen und noch viel mehr gruen! * Die Erklaerungsschilder truebten die Stimmung ein wenig...Schilder, die erklaerten, dass Lake Gordon um das 24-fache geflutet wurde, um es als umweltffeundliche Stromerzeugungsquelle nutzen zu koennen...das Bilden einer Strasse und das Fluten...Zerstoerung eines bis dahin nahezu unangetasteten World Heritage - dem Southwest National Park. * Dieser Fakt machte diese Naturschoenheit etwas kontrrovers...am Dam angekommen wurden wir Zeuge des (ich glaube) hoechsten Absailings...140m den Dam gerade runter...und ein "Coolio", der sich etwas in die Hose machte, als es darum ging, die Haende loszulassen! :-D - 210$ waere mir der Spass dennoch nicht wert gewesen! * Manfred (einer meiner Chefs auf Pruefungen) wuerde wieder mal lachen...aber ich war wieder mehr fasziniert und interessiert daran, wie eine Plastersteinwand SOLCHE Massen an Wasser halten kann! :-D (Exkursion: ich war mal mit Manfred in Bad Kreuznach...Abendspatziergang durch's Salinental, die mit Hilfe von Wasserraedern bewaessert werden. Ich blieb etwa 5 Min vor dem Wasserrad stehen und betrachtete die Weise, wie das Wasserrad funktioniert. Manfred (kopfschuettelnd): "Siehst du, DAS ist der Unterschied zwischen BWLern und WIlern...MIR is das sowas von schnurz, wie das Wasserrad funktioniert!" :-D ) * Und auch hier wegen dem tollen Wetter mal wieder suuuuper Spiegelungen des Himmels im Wasser. * Gegessen wurde an Teds Beach...vor uns lagen zwei einsame Kanus und nach ner Weile kam ne aeltere Dame zu uns und meinte: "Wisst ihr, wie fotoristisch ihr seid...mit den Bergen, dem Wasser, den Kanus und euren beiddn Ruecken? TOLL!" :-D * Nach etwas Faulenzen ging es dann den gaaaanzen Weg zurueck uns noch etwas weiter, zu nem kleinen See, an dem wit die Nacht verbringen wollten, um am naechsten Morgen nahe an Derwent Bridge und Lake St. Clair zu sein. * Nachdem wir das Zelt DIREKT am Wasser am freien Campingplatz aufgeschlagen hatten, gingen wir zu dem kleinen Fluss, um Abend zu essen. Da wir das Auto nicht mehr sehen konnte, schlug ich vor, das Auto zu locken und fragte Heiko, ob er den Schluessel habe...er nuschelte etwas, was ich nicht veestand...aber ich dachte "Klar wird er ihn haben, WO sollte er sonst sein?" Also zum Auto gegangen, aalle Riegel zuge,acht und sogar meine kleine Tasche mal ausnahmsweise nicht mitgenommen...zurueck zum Fluss und abendgegessen. * Als es dann zum Auto ging, sagte Heiko "Du hast ja den Schluessel." Und ich "Nee, ich dachte, du sagtest, du haettest ihn!" Er:"Ich sagte ignition switch." Ich: "Scheisse!!!" Er:"Macht ja nix, wir haben ja den Ersatzschluessel im Kofferraum!" (der Kofferraum war nicht mit dem Inneren des Autos verbunden, konnte jedoch mit ner Klappe geoeffnet werden, da Heiko schonmal den Schluessel hatte stecken lassen und an den Ersatzschluessel im Kofferraum kommen musste) Ich (gedanklich): "Hmm....ICH hatte den Schluessel gestern zum Duschen und habe ihn in meiner kleinen Tasche aufbewahrt, damit er sicher ist. Vllt. Hat er ihn rausgeholt!?!?" NOPE! :-D Schluessel und Ersatzschluessel im Wagen! Und Heiko? Ein Mann und sein Auto...das muss doch aerger geben!? Drueckte mich und versuchte mich, die nahe am Nerven verlieren war, zu beruhigen! WARUM muss ich immer die Softies treffen??? :-D Naja, er reagierte jedenfalls perfekt...fragte zwei andere Camper - auch Maenner -, die ganz Feuer und Flamme zu sein schienen "endlich mal wieder" ein Auto zu knacken... "Wir brauchen Draht" - "Da drueben an der Kanuanlegeflaeche hab ich welches gesehen" - Drahg mit Hammer und Zange abbekommen - Heiko mit Schraubenzieher und Handtuch die Tuer soweit geoeffnet, dass der gebogene Draht durchpasste - Tuerschloss (bei dem Auto kein Riegel, sondern eine Klappe am Tueroeffnergriff) nach einigen Fehlversuchen umgeschlagen - Auto offen!!! Ich lerne so viel hier, Leute!!! :-D * Nach nem Lagerfeuer zum Runterkommen mit Marshmalllows und wundervollem Sternenhimmel dann Bubu gemacht. ***

12.3.15 08:51

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